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Sachsen: UNESCO-Welterbe PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 13:57 Uhr
Expertenkommission nimmt ihre Tätigkeit auf

Dresden (Redaktion/01.02.2012) - Das Kabinett hatte das Innenministerium am 20. September 2011 beauftragt, geeignete Welterbekandidaten für die Fortschreibung der sog. Tentativliste auszuwählen.

Die Tentativliste ist eine Vorschlagsliste, die Grundlage für die Nominierung (Anmeldung) deutscher UNESCO-Welterbeprojekte zur Aufnahme in die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt (Welterbeliste) ist. Nur wer auf der Tentativliste steht, hat eine Chance tatsächlich auf die UNESCO-Welterbeliste zu kommen.

Die aktuelle seit 1998 geltende deutsche Tentativliste läuft voraussichtlich 2015 ab. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte deshalb die Länder aufgefordert, ihr bis zum Herbst 2012 pro Bundesland zwei Vorschläge für die Fortschreibung der deutschen Tentativliste vorzulegen.

In einem ersten Verfahrensschritt wurden im September 2011 in einer fachlichen Vorabprüfung zehn potentielle Welterbekandidaten ermittelt. Diese konnten bis zum 31. Januar 2012 ihre Bewerbungen beim Innenministerium einreichen. Hiervon haben alle zehn Kandidaten Gebrauch gemacht.
Es liegen folgende Bewerbungen vor:
  • Leipziger Notenspur
  • Görlitzer Altstadt und gründerzeitliche Innenstadt
  • Schlosskapelle Schloss Hartenfels/Torgau
  • Meißen: Albrechtsburg und Dom mit dem Alleinstellungsmerkmal „Meissener Porzellan“
  • Hellerau – Laboratorium einer neuen Menschheit
  • Topasfelsen Schneckenstein
  • Versteinerter Wald Chemnitz
  • Umgebindeland (als Kulturlandschaft)
  • Westsächsisches Textilmuseum – Ehemalige Spinnerei und Weberei Pfau KG/Volltuchwerke Crimmitschau
  • Sächsisch-Böhmische Schweiz
Diese Bewerbungen werden in den kommenden Tagen den Mitgliedern der Expertenkommission vorgelegt.

Dieser Kommission gehören Vertreter des Sächsischen Staatsministerium des Innern (Vorsitz), des Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, des Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, des Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft sowie des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen und des Landesamtes für Archäologie Sachsen an. Des weiteren Fachleute aus dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e. V. sowie Fachexperten von ICOMOS Deutsches Nationalkomitee, der Universität Marburg, dem Museum für Mineralogie und Geologie und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

In den kommenden Monaten haben die Bewerber Gelegenheit ihr Welterbeprojekt nochmals mündlich vorzustellen und sich den Fragen der Experten zu stellen. Die Kommission wird anschließend über die Rangfolge unter den Bewerbern und damit über die zwei Vorschläge entscheiden.

Das Kabinett wird im Sommer 2012 über die beiden sächsischen Vorschläge, die an die Kultusministerkonferenz (KMK) gemeldet werden, abschließend entscheiden. Nach einer Evaluierung der Ländervorschläge wird die KMK im Jahr 2013 die neue Tentativliste, die für Nominierungen ab 2016 gelten wird, beschließen.

Quelle: SMI
 

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