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Leipzig - "Handwerk und Kirche" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Helmer Pardun   
Freitag, den 21. Oktober 2011 um 06:33 Uhr
28. bis 30. Oktober 2011 - Bundestagung "Handwerk und Kirche" in Borsdorf - Ausbildung und Nachwuchswerbung im Mittelpunkt - Erinnerung an die EKD-Denkschrift "Handwerk als Chance"

Leipzig (Helmer Pardun/21.10.2011) - Die Evangelische Bundesarbeitsgemeinschaft Handwerk und Kirche lädt zu ihrer Bundestagung 2011 nach Leipzig/Borsdorf ein.


Zum öffentlichen Kongresstag am Samstag, 29. Oktober, sind alle Interessenten ins Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer zu Leipzig, Steinweg 3, 04451 Borsdorf eingeladen. Wir erinnern als Redaktion an die EKD-Denkschrift "Handwerk als Chance" von 1997.

Öffentlicher Kongresstag am 29. Oktober
- Nach einer Andacht des sächsischen Landesbischofs steht in der "Fachkräfteschmiede" des regionalen Handwerks das Thema Ausbildung und Nachwuchswerbung im Fokus. Bereits heute haben zahlreiche Handwerksbetriebe Probleme, ihre anspruchsvollen Arbeitsplätze mit qualifiziertem Personal zu besetzen. Auch aufgrund des demografischen Wandels sind deutlich rückläufige Schulabgängerzahlen die Ursache für eine Vielzahl von freien Ausbildungsstellen.

Neben Vorträgen zur Berufsorientierung und Erwachsenenbildung wird am öffentlichen Kongresstag auch die Innovationskraft des Handwerks beleuchtet. Weitere Einzelheiten auf => handwerkskammer.de

EKD-Denkschrift "Handwerk als Chance" von 1997 - Aus redaktioneller Sicht sei hier ein Hinweis auf die Wichtigkeit solcher Tagungen mit ihrer Bindungskraft für das gesamte Handwerk verwiesen. So ist aus unserer Sicht zum Beispiel die Denkschrift der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) "Handwerk als Chance" von 1997 bis heute für alle diejenigen weiterhin ein gedanklich inspirierendes und wirkmächtigtes Dokumente, die "ihr" Handwerk  heute noch auch als einen gesellschaftlichen Beitrag zu einem solidarischen und gerechten Gemeinwesen verstehen.

Dieses nicht einfache aber eingängige, zum Teil literarische Dokument sei weiterhin zur Lektüre empfohlen. Auch diejenigen, die heute jenseits von politischer  "Verlässlichkeit" und "Nachhaltigkeit" ein sozial und gesellschaftlich bröckelndes Sozialfundament für eine näherliegende Beschreibung heutiger Realität halten, werden hier Denksanstöße, die weit in die Historie zurückreichen, dafür finden, inwieweit die kleineren und mittleren handwerklichen Betriebe immer noch eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, sich mit dem derzeit vorherrschenden Modell Sozialer Marktwirtschaft auseinander zu setzen.

Aus der Einleitung "Handwerk als Chance"  - Das Handwerk ist ein großer und bedeutender Arbeitszweig unserer Wirtschaft. Es trägt maßgeblich zur Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen in der Region sowie zu Wohlstand, Beschäftigung und sozialer Sicherung bei. Weil das Handwerk vor allem "marktnah" auf den überschaubaren Raum (Dorf, Stadtteil oder Region) bezogen ist, kleine und mittlere Betriebe mit oft familiärer Prägung und sozialer Nähe umfaßt, vielfältige Tätigkeitsfelder und Leistungen bietet, individuell angepaßte Güter und Dienstleistungen erstellt, besitzt es zweifellos besondere strukturelle Chancen zu humanem, sozialverträglichem und gemeinwohlorientiertem Wirtschaften.

Die handwerkliche Wirtschaftsform als ein ganzheitliches Wirtschaften im überschaubaren Raum kann geeignet sein, Arbeit und Kapital, Wettbewerb und soziale Sicherung, wirtschaftlichen Erfolg und Teilhabe am Wohlstand der Gesellschaft, Gewinnerzielung und Versorgung der Region in überzeugender Weise miteinander zu verbinden. Damit ist sie ein bemerkenswerter Beispielfall Sozialer Marktwirtschaft. An diesem Beispielfall können exemplarisch Ansätze und Möglichkeiten eines Wirtschaftens aufgezeigt werden, das die Bereiche Ökonomie, Soziale Sicherung, Kultur und Umweltschutz kooperativ miteinander verbindet.

EKD - Handwerk als Chance

Quelle Kongress: HWK Leipzig   / Bild: pixelio.de-Hans Snoek
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 21. Oktober 2011 um 06:49 Uhr
 

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