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Geschrieben von: Redaktion   
Sonntag, den 19. Juni 2011 um 18:49 Uhr
Lebensmittel aus der Region - Verbraucherzentrale Brandenburg weist auf fehlende Transparenz hin

Potsdam (Redaktion/15.6.2011) - Rund zwei Drittel der deutschen Verbraucher bevorzugen Lebensmittel, die in der Region aus heimischen Rohstoffen erzeugt wurden


 "Doch Werbeslogans wie ‚Aus unserer Region’ oder ‚Gutes aus dem Osten’ bleiben oft nicht nachprüfbar", kritisiert die Verbraucherzentrale Brandenburg nach einem Marktcheck.
Sie fordert: "Für eine klare Information der Verbraucher benötigen wir gesetzlich verbindliche Kriterien für die Regionalkennzeichnung von Lebensmitteln!" Bei der Mehrheit der regional beworbenen Lebensmittel bliebe laut Prüfung vom Mai 2011 die Herkunft der Rohstoffe bei näherem Hinsehen im Dunkeln.

Bei ihrer Kontrolle hatte die Verbraucherzentrale Brandenburg insgesamt 61 regional beworbene Produkte aus sechs Angebotsblättern verschiedener Handelsunternehmen "unter die Lupe genommen". Obwohl sie mit "Gutes aus der Heimat" oder "Bestes aus Brandenburg" beworben wurden, war bei über 90 Prozent dieser Lebensmittel weder im Werbeblatt noch am Produkt oder im Verkaufsregal erkennbar, ob die Zutaten tatsächlich aus der Region stammen. "Häufig werden die Verbrauchererwartungen nach heimischer Frische aus der Umgebung enttäuscht, denn die Zutaten kommen von weit her und werden lediglich in regionalen Betrieben verarbeitet oder abgefüllt", erläuterten die Verbraucherschützer.

Auch Firmennamen oder Markenbezeichnungen suggerieren oft eine regionale Herkunft - wie "Mark Brandenburg" bei Milchprodukten des Herstellers Campina, der Milch und Quark beispielsweise in Nordrhein-Westfalen abfüllt, oder "Eberswalder" (Bratwurst) und "Werder Feinkost" (Ketchup), die offen lassen, ob der Ort mit Rohstoffen, Verarbeitung, Abfüllung oder spezieller Rezeptur zu tun hat.

Bis dahin hilft nur Nachfragen oder Einkauf beim Erzeuger vor Ort.

"Die fehlende rechtliche Regelung von Regionalwerbung führt zur Irreführung der Verbraucher", stellen die Lebensmittelrechtler der Verbraucherzentrale fest. "Da sie im Vertrauen auf die regionale Herkunft der Rohstoffe regional beworbener Produkte häufig mehr bezahlen, sollte der Gesetzgeber mit einheitlichen Kriterien Verlässlichkeit schaffen."

Quelle: vzb 
 

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