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SFIV/SMUL: Neue Media Aktion
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2012 – SFIV und SMUL präsentieren Neue Media-Aktion für das[…]
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BVL: Sicherer Einkauf per Mausklick
BVL: Sicherer Einkauf per Mausklick
BVL stellt Projekt zur Kontrolle des Internethandels mit Lebensmitteln vor[…]
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Vorsorgepflicht für Selbständige
Vorsorgepflicht für Selbständige
Bundessozialministerin von der Leyen will Vorsorgepflicht für SelbständigeBerlin (Redaktion/17.1.2012) -[…]
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Arbeit und Soziales: Änderungen 2012
Arbeit und Soziales: Änderungen 2012
Das ändert sich im neuen JahrBerlin (Redaktion/12.1.2012) - Übersicht über[…]
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GfK-Studie: Kaufkraft 2012 stagniert
GfK-Studie: Kaufkraft 2012 stagniert
Konsumpotenzial in Deutschland stagniert 2012Nürnberg (Redaktion/6.1.2012) - Im Jahr 2012[…]
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| DIW - Verbraucherpolitik im Blindflug |
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| Geschrieben von: Redaktion |
| Dienstag, den 25. Januar 2011 um 03:33 Uhr |
„Verbraucherpolitik bewegt sich empirisch im Blindflug“ Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin) - "Wer nicht nur auf Skandale reagieren will, braucht systematische Forschung" Berlin (Redaktion/21.1.2011) - Repräsentative empirische Forschung über Konsumentenverhalten sollte ausgebaut werden. Für die politikberatende Verbraucherforschung in Deutschland stellt das Bundesverbraucherministerium eine völlig unzureichende Finanzierung zur Verfügung. Auch im Vergleich zu den Finanzmitteln, die andere Fachministerien für Forschung aufwenden, ist die Forschungsförderung als unbedeutend zu beurteilen. Dies ist das Fazit einer Stellungnahme von DIW-Expertin Kornelia Hagen bei einer Anhörung des Bundestagsverbraucherausschusses. „Solange die Politik nicht bereit ist, diese Forschung zu finanzieren und sich empirisch im Blindflug bewegt, verschwendet sie Ressourcen und wird auf Marktstörungen weiterhin nur reagieren können. Beispiele dafür sind die private steuerlich geförderte Altersvorsorge, aber auch der aktuelle Dioxin-Skandal“, so Kornelia Hagen. Für einen Ausbau der Verbraucherforschung gibt es gute Gründe: Der Konsum steht für mehr als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Verbraucherpolitik und –forschung betreffen alle Menschen, die tagtäglich auch als Verbraucher handeln. Das Forschungsgebiet bezieht sich zudem auf alle Konsumfelder, von Gesundheit über Finanzanlagen, Verkehr bis zu Ernährung. „Wenn Verbraucherpolitik mehr sein soll als Krisenmanagement, dann wäre die Politik gut beraten, in belastbare und repräsentative Empirie zu investieren,“ so DIW-Expertin Hagen bei der Anhörung. Verbraucherschutz bleibt außen vor: 98 Prozent der Mittel gehen in die Agrarforschung - Hagen kritisierte die Ausrichtung der vom Bundesverbraucherministerium (BMELV) betriebenen Forschung: „98 Prozent der Forschungsmittel von jährlich knapp 400 Millionen Euro gehen in die Agrar- und Ernährungsforschung, die keine direkte verbraucherpolitische Relevanz aufweist. Und selbst mit dem Rest wird nur zu einem Bruchteil Forschung im Bereich des wirtschaftlichen Verbraucherschutzes angestoßen.“ Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren nur etwa zwanzig Forschungsaufträge im Bereich des wirtschaftlichen Verbraucherschutzes vergeben - ein Bezug zu einem Forschungsprogramm war dabei nicht zu erkennen. Zwar hatte Wissenschaftliche Beirat für Verbraucher- und Ernährungspolitik beim BMELV ein Forschungskonzept zur Verbraucherpolitik-Forschung vorgelegt – dessen Themen wurden allerdings nur punktuell aufgegriffen. Daher fordert Kornelia Hagen: „ Wir brauchen einen Diskurs über ein Forschungsprogramm für politikberatende Verbraucherforschung. Darin muss die Wissenschafts-Community ebenso eingebunden sein wie Verantwortliche der Verbraucherpolitik.“ Hagen plädiert auch dafür, schon kurzfristig die Auftragsforschung zu verbraucherpolitisch relevanten Themen finanziell aufzustocken. Mindestens das Fünffache des jetzigen Auftragsvolumens wäre angesichts der Themenfülle und angesichts des gesellschaftlichen Problemdrucks die beste Investition. Um Synergien zu erreichen, müssten diese Mittel gebündelt und auf Kernthemen der Verbraucherforschung konzentriert werden. „Aufgrund unzureichender Finanzierung basiert das Wissen, das die Verbraucherforschung der Verbraucherpolitik zur Verfügung stellen kann, häufig nur auf Kleinstsamples und ausschnittsweisen Teilanalysen“, kritisierte Hagen. „Gezielte Verbraucherpolitik erfordert hingegen eine kontinuierliche, wiederholte Beobachtung von Märkten und vor allem Untersuchungen, die repräsentativ sind“. Daten, die etwa die Verbraucherzentralen im Rahmen ihrer Beratungen erheben, seien als qualitative Hintergrundinformationen für die Politik durchaus wichtig. Sie böten aber nicht die gewünschte Informationstiefe und liefern auch nicht repräsentative Aussagen. Auch experimentelle Studien zum Verhalten von Verbrauchern seien hilfreich und könnten der Politik erste Hinweise darüber liefern, wie Verbraucher zum Beispiel Informationen wahrnehmen und ihr Kaufverhalten daran ausrichten oder nicht. "Wer nicht nur auf Skandale reagieren will, braucht systematische Forschung" - „Die Daten der Verbraucherzentralen und die Befunde experimenteller Studien reichen aber nicht aus für eine Politikberatung, die mehr erreichen möchte, als auf Krisen und Skandale zu reagieren“, so Hagen. „Angesichts dieser Datenlücke brauchen wir eine empirische Längsschnittstudie, die umfassend und systematisch Daten über Verbraucherverhalten und dessen Veränderungen liefert. Für den Aufbau dieser Datenbasis eignen würde sich eine institutionell geförderte und unabhängig vom Verbraucherministerium interdisziplinäre Forschergruppe.“ Der Bundestagsausschuss für Verbraucherschutz hatte Sachverständige aus Wissenschaft und Verbraucherschutz zu einer Anhörung geladen, um sich ein Bild vom Stand der Verbraucherforschung in Deutschland zu machen. DIW-Expertin Hagen nahm dabei zu einem umfassenden Fragenkatalog der Ausschussmitglieder Stellung. Quelle: DIW / Foto: DIW |












„Verbraucherpolitik bewegt sich empirisch im Blindflug“